Jahreschronik 2011
der St.-Veit-Schule Flein
|
Im Schuljahr 2011/2012 macht sich zum ersten Mal in Flein der Geburtenrückgang bemerkbar. Es gibt in diesem Schuljahr anstelle von drei nur noch zwei erste Klassen. Die Gesamtschülerzahl beträgt 311 Kinder und Jugendliche. Die insgesamt 16 Klassen werden von 26 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Adelheid Häberle, die viele Jahre Evangelische Religion unterrichtete, wechselte an eine Heilbronner Schule. Sarah Snoussi beendete ihr Referendariat an der Fleiner Schule nach der bestandenen zweiten Dienstprüfung. Silke Weber-Ostendorph und Uwe Weber konnten nach den Sommerferien im Lehrerkollegium begrüßt werden. Neuer Schulname Schon seit mehreren Jahren gab es Überlegungen, für die Fleiner Grund- und Hauptschule einen passenden Schulnamen zu finden. Schüler, Eltern und Lehrer konnten dazu ihre Ideen einbringen, über hundert Namensvorschläge kamen schließlich zusammen. In allen schulischen Gremien wurde darüber diskutiert. Der neue Name sollte einen Bezug zur Schule und Flein haben, möglichst gut klingen und nicht schon an Schulen der näheren Umgebung verwendet werden. Nach ausführlichen Besprechungen einigte man sich auf „St.-Veit-Schule“. Der heilige Veit seit vielen Jahrhunderten der Ortsheilige von Flein, auch die Kirche ist nach ihm benannt. Nach der Legende ist er auch der Schutzpatron für Jugendliche. Der Fleiner Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Schule zu. Beim Schulfest am 14. Mai 2011 nahm Bürgermeister Alexander Krüger die offizielle Namenstaufe vor. Es gibt nun neben dem neuen Namen ein „St.-Veit-Lied“ und ein neues ansprechendes Schullogo, das von dem ehemaligen Schüler Fabian Genthner entworfen und gestaltet wurde. Schulfest „Komm mit in ein anderes Land“ Neben den vielen Unterrichtsstunden sind auch die außerunterrichtlichen Veranstaltungen ein wichtiges Element des schulischen Lebens. Am 14. Mai 2011 fand das große gemeinsame Schulfest statt. „Komm mit in ein anderes Land“ – so lautete das Motto. Das gesamte Schulgelände hatte sich an diesem Tag in eine bunte Spiellandschaft verwandelt, dazu trugen vor allem die originellen und ideenreichen Stände der einzelnen Klassen bei. Den ganzen Tag wurde dort gebastelt, gemalt, geworfen oder gelaufen. Die Schülerinnen und Schüler waren mit Feuereifer und großer Begeisterung bei der Sache. Die Instrumental-AG und der Schulchor eröffneten das Fest musikalisch mit einem eigens komponierten Schulfestsong und dem St.Veit-Lied. Dies passte hervorragend zur Namenstaufe der Fleiner Schule in St.Veit-Schule, die Bürgermeister Alexander Krüger vornahm. Er überbrachte die besten Wünsche des Schulträgers und wünschte der Schule für die Zukunft alles Gute. Einen ganz großen Beitrag zum Gelingen des Schulfestes trug der Förderverein der Schule bei. Das Team von Rosa Pereira hatte im Vorfeld viel geplant und ein umfangreiches Angebot an Essen und Getränken zusammengestellt. Viele Helfer waren notwendig, um Würste und Steaks zu grillen, Popcorn und Zuckerwatte herzustellen und Kaffee und Kuchen anzubieten. Dem Motto des Schulfestes entsprechend gab es auch Paellas, die einen reißenden Absatz fand. Neben den vielen Spielmöglichkeiten auf dem Schulgelände gab es immer wieder Vorführungen. Nachdem die Klassen 1 und 2 einen Cowboy- und Zwergentanz vorgeführt hatten, animierte Schulleiter Roland Gärtner alle Zuschauer zum Mittanzen, tatsächlich gelangen die Trampelpolka und ein Squaredance prima. Die Band der Hauptschule, ein musikalisches Intermezzo mit Boomwhakers, vorgeführt von der Klasse 4c, eine musikalische Reise, dargeboten von Streichern der Grundschule oder ein Theaterstück der Klasse 8 erfreute ebenfalls die Zuhörer. Mit ein Höhepunkt des Schulfestes war der Auftritt des Eltern-Lehrer-Chors. Über 40 Teilnehmer hatten sich in den Wochen vor dem Schulfest einmal wöchentlich getroffen, um ihren musikalischen Auftritt vorzubereiten. Die schwungvollen Lieder aus vielen Ländern, welche die von den Sängerinnen und Sängern mit großer Begeisterung vorgetrugen, wurden mit riesigem Applaus belohnt und der Chor durfte nicht ohne eine Zugabe zu geben von der Bühne. Beim Schulfest der St.Veit-Schule wurde eine Schulgemeinschaft sichtbar, die durch das Miteinander und dem Engagement von Eltern, Lehrern und Kindern geprägt ist. Schüleraustausch Der 17. Schüleraustausch mit der französischen Partnergemeinde Onzain fand vom 17. bis 23. März 2011 statt. 25 Schülerinnen und Schüler erlebten nach einer 803 km langen Fahrt schöne und interessante Tage in Frankreich. Sie waren bei gleichaltrigen Partnern in einer Gastfamilie untergebracht. Ein Besuch des Schlosses Chaumont stand ebenso auf dem Programm wie eine Besichtigung der Stadt Tours oder eine Fahrt in den futuristischen Freizeitpark Futuroscope. Gemeinsame Kunstprojekte mit den französischen Partnern wurden durchgeführt, einen bleibenden Eindruck für die deutschen Gäste hinterlässt immer der Schulbesuch im Collége, da der Unterricht in Frankreich doch anders abläuft als gewohnt. Mit viel Engagement haben Claudia Schuck von der St.-Veit-Schule und Helmut Jung vom Partnerschaftsverein den Besuch vorbereitet und organisiert. Im Februar werden die französischen Schüler in Flein erwartet. Fremdevaluation Im Juli dieses Jahres besuchte ein Team des Landesinstituts für Schulentwicklung unsere Grund- und Hauptschule. Zwei Tage lang wurden alle Bereiche unserer schulischen Arbeit beobachtet und begutachtet. Grundlagen für eine sich anschließende, sehr detaillierte Bewertung waren das Schulportfolio, ein Schulrundgang, Unterrichtsbesuche in Grund- und Hauptschule sowie Interviews mit Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und der Schulleitung.
In einem
ausführlichen Abschlussbericht wurde dann zu 26 Merkmalen unserer Schule und
unserer täglichen Arbeit eine Aussage gemacht. Dabei erhielt unsere Schule
11 mal das Prädikat „gute Praxis“ und sogar 12 mal das Prädikat
„ausgezeichnete Praxis“.
Partner der Schule Eine moderne Schule muss bereit sich, sich auch nach außen zu öffnen. Durch eine gute Partnerschaft aller am Schulleben Beteiligten wird Erziehung und Bildung nachhaltig positiv beeinflusst. Dazu gehört eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Darüber hinaus gibt es über das Jahr verteilt aber viele weitere Kooperationen mit außerschulischen Partner, durch die der Unterricht vertieft und erweitert werden kann. Viele Institutionen und Betriebe sind immer gerne bereit, mit der Schule zusammen zu arbeiten, von ihnen erhalten wir vielfältige Unterstützung und oft die Möglichkeit, dort vor Ort Besuche, Praktika und Lerngänge durchzuführen. Für die Berufsvorbereitung in der Hauptschule ist es sehr wichtig, dass Firmen aus Flein und Umgebung immer wieder bereit sind, Praktikanten für Tages- oder Wochenpraktika aufzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so wichtige Eindrücke vom Berufsleben. Dankbar sind wir auch für die gute Zusammenarbeit, die zwischen Schule und Ortsbücherei möglich ist. Von Klasse 1 bis Klasse 9 wird die Unterstützung und Hilfsbereitschaft der Bücherei gerne in Anspruch genommen. Vorlesestunden, Thementage in der Bücherei oder zahlreiche Autorenlesungen gehören fast schon selbstverständlich zum Unterrichtsalltag. Ein wichtiger Partner für die Schule ist der Förderverein. Engagierte Eltern mit ihrer Vorsitzenden Rosa Pereira sind bei fast allen Veranstaltungen dabei. Bei der Einschulungsfeier oder den Musischen Abenden sorgt der Förderverein für die Bewirtung. Aber auch selbstorganisierte Veranstaltungen wie das beliebte Weihnachtliche Basteln oder eine Spielzeugbörse sorgen für Einnahmen, die allen Schülerinnen und Schülern zugute kommen. Bedanken möchten wir uns für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung auch bei der Gemeindeverwaltung, der Fleiner Feuerwehr, der Volksbank Flein-Talheim, den Kirchengemeinden, dem TV Flein, dem Sängerbund, dem Musikverein und dem Partnerschaftsverein Flein.
Gemeinschaftsschule Im März fanden in Baden-Württemberg Landtagswahlen statt. Es gab einen politischen Machtwechsel, der auch in der Bildungspolitik weitreichende Änderungen mit sich brachte. Als eine der ersten Maßnahmen wurde die bisher verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft, d.h. dass Eltern selber entscheiden können, welche weiterführende Schulart ihr Kind nach der vierten Klasse besuchen soll. Da schon bisher die Hauptschule sicherlich nicht die „Wunschschule“ der meisten Eltern war, werden die zukünftigen Anmeldezahlen sicher noch weiter zurückgehen.
Es ist das Ziel der neuen Landesregierung, neben den Schularten Hauptschule, Realschule und Gymnasium die Gemeinschaftsschule einzurichten. In einer Gemeinschaftsschule, die in der Regel zur Mittleren Reife führt, sollen die Kinder länger gemeinsam lernen, die Kinder individuell gefördert und alle Bildungsstandards angeboten werden. Die Gemeinschaftsschule ist grundsätzlich eine Ganztagesschule.
Zitat Kultusministerium: Pädagogisches Konzept der Gemeinschaftsschule Die Gemeinschaftsschule ist eine leistungsstarke und sozial gerechte Schule, die sich sowohl am Leistungsprinzip als auch am Prinzip der Chancengleichheit orientiert. Die Gemeinschaftsschule ist eine Schule mit inklusivem Bildungsangebot, in der sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen und in ihren Begabungen gefördert werden. Alle Bildungsstandards werden angeboten und die Schülerinnen und Schüler sollen bestmöglich nach ihren individuellen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen gefördert werden. Dazu bietet die Gemeinschaftsschule eine anregende Lernumgebung an, in der voneinander und miteinander zielorientiert gelernt wird und wo selbstverantwortlich geforscht, gearbeitet, gespielt, gelacht und gefeiert werden kann. Kurz: Die Gemeinschaftsschule ist ein Lebens- und Erfahrungsraum, in dem sich Persönlichkeiten entwickeln können, die in unserer Gesellschaft ihren Platz finden wollen und können. Schülerzentrierte Lern- und Unterrichtsformen sollen ermöglichen, dass sich ein Maximum an individuellen Lernprozessen mit einem Optimum an gemeinsamem Lernen verbindet. Darüber hinaus findet eine Orientierung an der Berufs- und Lebenswelt statt und der enge Kontakt mit den Eltern wird zum Wohl der Kinder regelmäßig gepflegt. Wodurch wird sich der Unterricht an einer Gemeinschaftsschule auszeichnen? Die Gemeinschaftsschule ist eine leistungsstarke und sozial gerechte Schule, die alle Bildungsstandards anbietet und in der alle Schülerinnen und Schüler nach ihren individuellen Voraussetzungen lernen. Beispielhaft einige konkrete Punkte dazu:
Sowohl für die Fleiner Schule als auch die Gemeinde als Schulträger wäre es sicher wünschenswert, wenn vor Ort auch weiterhin eine weiterführende Schulart bestehen würde. Ob dies weiterhin die bisherige Hauptschule oder eine neu einzurichtende Gemeinschaftsschule sein wird, ist im Augenblick noch nicht abzusehen. In einer Umfrage im Dezember wurden die Eltern der Grundschule nach ihrer Meinung zu diesem Thema gefragt, ebenso finden zur Zeit Gespräche zwischen Schule, Gemeindeverwaltung, dem Schulamt und der Stadt Heilbronn statt, in denen die Möglichkeiten einer zukünftigen schulischen Entwicklung von Flein besprochen werden. Es bleibt spannend!
In diesem Jahresrückblick können nur einige wenige Dinge des schulischen Jahresablaufs herausgestellt werden. Immer aktuell findet man viele weitere Berichte und zahlreiche Fotos vom Fleiner Schulleben auf den Internetseiten der Schule:
|
Homepage | unsere Schule | Termine-Aktuelles | Wissenswertes-Kollegium | Schulprogramm | Presseberichte | Schülerzeitung Plappergei | Förderverein | Infos-Ferienplan und mehr als pdf-Datei | Schulsozialarbeit | umweltfreundliche Schule | Gemeinde Flein | Eltern | Videoseite | Kernzeitbetreuung | Werkrealschule | Schülerseiten | Partnerschulen in Frankreich und Indien | Interessante Links | Schulchronik | Nachricht an uns | Homepage der 4c | Impressum | Gästebuch